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Deckhengste: Sportprüfung für gekörte Hengste

19.10.2017 - Wie wird ein Hengst zur Zucht zugelassen, Termine und alles über die Sportprüfung

Damit für die Pferdezucht dauerhaft nur die Besten Hengste zur Verfügung stehen, werden die Junghengste aus den verschiedenen Zuchtverbänden nicht nur bei Vorauswahlen selektiert und dann gekört, sondern nehmen im Anschluss bei einer Veranlagungsprüfung teil. 


In Kombination mit der bestandenen Veranlagungsprüfung, müssen gekörte 4- und 5-jährige Hengste zum endgültigen Leistungsnachweis einmal 4- (Teil 1) und einmal 5-jährig (Teil 2) in der dreitägigen Sportprüfung erfolgreich getestet werden.

 


Was von den Junghengsten bei der Sportprüfung erwartet wird, lest ihr im folgenden Abschnitt.

 

 

Vergangene Sportprüfungen

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Teil 3 - Die Sportprüfung für gekörte Hengste

Die Sportprüfung für gekörte Hengste ist Teil der Hengstleistungsprüfung und wird in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitige Veranlagung angeboten. Sie findet über mindestens drei Tage in den Monaten Januar bis März statt. Angeboten wird die Prüfung in Münster-HandorfMünchen-Riem, Luhmühlen und bei hoher Nachfrage zusätzlich in Verden.

Die disziplinspezifischen Ausrichtungen entsprechen altersgemäßen Anforderungen von Aufbauprüfungen wie Dressur-, Spring-, und Geländepferdeprüfungen. Das bedeutet, dass sich die vierjährigen Hengste in Teil 1 der Sportprüfung den Anforderungen der Klasse A und die Fünfjährigen in Teil 2 den Anforderungen der Klasse L stellen müssen.

Die Prüfungskommission besteht aus 2 Richtern, ein Disziplinexperte, ein Fremdreiter, einem Stationstierarzt sowie mindestens einem Steward.

 

Ablauf der Prüfung 

Die Prüfung findet an 3 Tagen statt.
Am Anreisetag findet lediglich ein freies Training zur Eingewöhnung mit dem eigenen Reiter statt. Dies wird von einem Steward beobachtet, aber nicht bewertet.

An Tag 2 wird die Sportprüfung, ebenfalls mit dem eigenen Reiter durchgeführt.
Springveranlagte Hengste müssen nach einem Pflichttraining einen Parcours auf A-Niveau – 4-jährig, (Teil 1), bzw. auf L-Niveau – 5-jährig (Teil 2) überwinden.
Dressurbetonte Hengste reiten nach dem Pflichttraining eine Dressur auf A-Niveau– 4-jährig, (Teil 1) bzw. auf L-Niveau – 5-jährig (Teil 2).

Am 3. und Abschlusstag der Sportprüfung, findet ein Fremdreitertest statt. Hier wird der Hengst zunächst durch den eigenen Reiter vorbereitet und kurz vorgestellt, anschließend dann durch den Fremdreiter getestet. Die Bewertungskommission kommentiert den Fremdreitertest und steht dabei in ständigen Austausch mit dem Fremdreiter.

Dressurbetonte Hengste werden hinsichtlich folgender Merkmale wiederholt bewertet: Trab, Galopp, Schritt, Rittigkeit, Gesamteindruck. Hierbei werden die Gangarten mit jeweils 20% gewichtet, die Rittigkeit mit 30% und der Gesamteindruck mit 10% an der gewichteten Endnote.

Springbetonte Hengste werden hinsichtlich folgender Merkmale wiederholt bewertet: Galopp, Vermögen, Manier, Rittigkeit, Gesamteindruck. Der Galopp und die Rittigkeit fließen mit 20% Gewichtung in die Endnote ein. Vermögen und Manier mit 25%, und der Gesamteindruck mit ebenfalls 10% zu dem Gewichtungsfaktor. 

 

Wie sieht es mit den vielseitig veranlagten Hengsten aus?

Für die vielseitig veranlagten Hengste besteht die Möglichkeit ihre Fähigkeiten zusätzlich zur Dressur- und Springpferdeprüfung in einer Geländepferdeprüfung unter Beweis zu stellen. Im August oder September findet ein Teil 1b der Sportprüfung in Form einer eintägigen Feldprüfung statt. Hier absolvieren sie, meist angegliedert an eine Turnierveranstaltung, einen Geländekurs nach den Anforderungen einer Geländepferdeprüfung der Klasse A (4-jährig) bzw. L (5-jährig).
Vielseitigbetonte Hengste werden hinsichtlich folgender Merkmale beurteilt: Trab (Dressuraufgabe), Galopp (Dressuraufgabe, Parcoursspringen, Geländeparcours), Schritt (Dressuraufgabe), Springanlage (Parcoursspringen und Geländeparcours), Rittigkeit (Dressuraufgabe, Parcoursspringen, Geländeparcours) und dem Gesamteindruck. Die Grundgangarten fließen mit jeweils 15% in die Endnote ein, die Springanlage mit 25%, die Rittigkeit mit 20% und der Gesamteindruck mit 10%.

 

Ziel...

...ist es, dass Junghengste unter turnierähnlichen Bedingungen geprüft werden. Damit soll die Hengstleistungsprüfung attraktiver wirken und mehr Züchter und Hengsthalter animieren ihre Hengste ebenfalls vorzustellen.

Damit ein gekörter Hengst die Sportprüfung erfolgreich besteht, muss eine dressur-, spring-, oder vielseitigbetonte Endnote von mindestens 7,50 erritten werden.

Nach erfolgreichem Abschneiden bei der Sportprüfung werden die 4-jährigen vorläufig und die 5-jährigen Hengste endgültig in das Hengstbuch I eingetragen. Die Sportprüfung darf pro Jahr und unabhängig vom Schwerpunkt einmal wiederholt werden. 

 

 

Hier nochmal in der Übersicht:  

 

 

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