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Deckhengste: Die Veranlagungsprüfung

10.10.2017 - Wie wird ein Hengst zur Zucht zugelassen, Termine und alles über Veranlagungsprüfungen

Damit für die Pferdezucht dauerhaft nur die Besten Hengste zur Verfügung stehen, werden die Junghengste aus den verschiedenen Zuchtverbänden nicht nur bei Vorauswahlen vorselektiert und bei den Körterminen gekört, sie müssen auch an einer Veranlagungsprüfung teilnehmen.

Nur nach erfolgreicher Prüfung oder einer der anderen Möglichkeiten die Zulassung für den Deckeinsatz zu behalten, kann der Junghengst später Vater vieler Fohlen und Reitpferde werden.

Was von den Junghengsten bei der Veranlagungsprüfung erwartet wird und welche Alternativen sie haben um offiziell in der Zucht eingesetzt werden zu können, lest ihr im folgenden Abschnitt.

 

 

Terminübersicht zu den Veranlagungsprüfungen

 

 

Teil 2: Die Veranlagungsprüfung

 

Um sich für die vorläufige Eintragung in das Hengstbuch I zu qualifizieren, müssen 3- und 4-jährige gekörte und nicht gekörte Hengste zur 14-tägigen Veranlagungsprüfung.

Die Veranlagungsprüfung ist dafür da um die jungen Hengste in den Grundgangarten, im Freispringen und in der Rittigkeit zu überprüfen. Neben der Kommission der die Bewertung obliegt findet auch ein Fremdreitertest statt. Die Hengste werden somit nicht nur von unten, sondern auch direkt aus dem Sattel heraus beurteilt.

Die Anforderungen hierfür sind für alle Teilnehmer identisch, jedoch werden dressur- und springbetonte Hengste in unterschiedlichen Prüfungsdurchgängen bewertet.
Voraussetzung für das Bestehen der Veranlagungsprüfungen ist eine Gesamtwertnote von mindestens 7,50, oder aber es muss eine dressur- bzw. springbetonte Endnote von 8,00 und besser an den jeweiligen Hengst vergeben werden.

Eine zweiwöchige Veranlagungsprüfung ist zwar keine kurze Momentaufnahme mehr, wie bei der Vorauswahl oder Körung, trotzdem kann ein junger Hengst mal kränkeln oder temporär verletzt sein. Daher besteht für jeden Teilnehmer die Möglichkeit den Test auch einmal zu wiederholen.

                                  

Welche Alternativen hat der Hengst wenn er an keiner Veranlagungsprüfung teilnimmt?


Da ist zum Beispiel der Leistungsnachweis über eine 50 tägige Hengstleistungsprüfung. Dort hat der Hengst noch mehr Zeit, sich zu bewähren und zu zeigen was in ihm steckt.

Eine weitere Möglichkeit ist über die sportliche Eigenleistung zu punkten. Hierzu zählen Erfolge in Prüfungen der schweren Klasse oder die Teilnahme am Finale des Bundeschampionats bei den 5 oder 6-jährigen Dressur-, Spring-, oder Vielseitigkeitspferden.Natürlich wird auch das Finale bei den Weltmeisterschaften der Jungen Pferde berücksichtigt.

 

Nach erfolgreichem Abschneiden bei der Veranlagungsprüfung, können die Junghengste für eine Saison in den Deckeinsatz. Endgültig zugelassen werden sie jedoch erst nach Bestehen der Hengstleistungsprüfung, an welcher 3- bis 7-jährige gekörte und nicht gekörte Hengste teilnehmen können.

Der Prozess macht deutlich, dass es keineswegs einfach ist, später ein gefragter Deckhengst zu sein. Durch die unterschiedlichen Beurteilungen und Tests können wir relativ sicher sein, am Ende wirklich unter den besten Vätern für unseren Nachwuchs auszuwählen.



Bester Hengst der 14 Tage-Prüfung in Schlieckau war der von Frank Sander aus Raddestorf gezogene Hannoveraner Lyon abstammend von Lord Argentinus und mütterlicherseits von Derby-Sieger Lex Lugar.

In Neustadt (Dosse) erzielte die höchste Gesamtnote der Viscount-Sohn aus einer Mutter von Edward-Contendro. Er überzeugte im Viereck sowie auch im Pacours mit Noten über 8,0. 
Für die Dressurveranlagung bekam das junge Talent eine 8,16 und für sein Springen eine Wertnote von 8,53.

 

Hier findet ihr Teil 1 zur Vorauswahl und Körung


Hier nochmal die 14 Tage Veranlagungsprüfung vereinfacht in der Übersicht:

 

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